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Seit dem
05.02.17 |
Realisierung des voll elektrisch angetriebenen TrialMogSchon seit vielen Jahren, ja eigentlich seit Ende der 80ziger, rumort es in meinem Kopf, einmal eine elektrisch angetriebenes Fahrzeug zu realisieren. Die jetzt so langsam in Fahrt kommende Entwicklung in der Automobilindustrie war damals noch kein Thema. Immer wieder kamen diese Gedanken auf, blieben aber eben nur Träume. Kosten, technisch zu erwartende Probleme, fehlende Fertigkeiten etc. es gab genügend Gründe dies bei Träumen zu belassen. Eine Diskussion in der Unimog-Community im Herbst 2018 brachte mir dieses Thema wieder in den Kopf. Konkret wurden dort verschiedene Ansätze diskutiert und kalkuliert. Auch ich begann mir etwas konkreter Gedanken zu Leistungsbedarf, Batteriekapazität zu machen. In der Diskussion ging es zwar um Unimog 411 aber mein TrialMog ist dazu ja nicht so Grundverschieden. Inzwischen war ja auch die allgemeine Entwicklung erheblich fortgeschritten, neue Batterietypen sind auf dem Markt, kleine Unternehmen bieten Umrüstungen von Old- und Youngtimern an, an denen man sich orientieren kann.
Meine Grundüberlegungen hatten dazu geführt, dass ein 25KW E-Motor in Verbindung mit relativ leichten LiFePo Akkuzellen die nötige Antriebsleistung für den TrialMog zur Verfügung zu stellen und dabei insgesamt nicht schwerer wird als der bisherige Benzinantrieb. E-Motor 85 Kg, Akkus (14 kWh) 110 Kg, Controller und Motorhalterung ca 30 Kg gegenüber Benzinmotor 210 Kg; Tank (gefüllt) 60 Kg, Kühler mit Lüfter und Kühlwasser 20 Kg. Neben dem Antriebsmotor musste aber auch die Lenkung geändert werden. Prinzipiell wäre wieder ein rein mechanische Lenkung, wie beim Unimog 404 serienmäßig verbaut, möglich aber für den Trialsport nicht wirklich praktikabel. Also sollte auch noch eine Umrüstung von der hydraulischen Lenkhilfe auf eine rein elektrische Lenkhilfe realisiert werden. Auch dies im Unimog 404 Neuland. Weil der TrialMog nicht für eine Straßenzulassung vorgesehen ist, musste ich mir über TÜV keine Gedanken machen, wobei ich überzeugt bin, dass bei entsprechender Ausführung auch eine TÜV Abnahme möglich wäre.
In der Saison 2019 machte die hydraulische Lenkung des TrialMog immer mehr Schwierigkeiten, so dass aus dieser Richtung in mir der Wunsch aufkam diese zu erneuern, also warum nicht gleich die Umrüstung auf elektrische Lenkung ausprobieren. So wurde zunächst ein holländischer Umrüstkit von "EZ Electric Power Steering" für die Lenkung bestellt. In der weiteren Diskussion daheim wurde dann das generelle "Go" für das Gesamtprojekt EMog gegeben obwohl mit Kosten von 15.000 bis 20.000 Euro zu rechnen ist. Das Projekt ging dann im Spätsommer 2019 mit der Bestellung von Motor, Motoradapter an das vorhandene Kupplungsgehäuse, und Batterien bei einem lokalen Umrüster von Old- und Youngtimern Firma "Lorey Maschinenbau" in seine Realisierungsphase.
Den kompletten Umbau wollte ich selbst vornehmen, nur den Motoradapter an das Kupplungsgehäuse und an die bisherige Schwungscheibe/Kupplung ließ ich von dem Maschinenbauunternehmen ausführen. Dies sind Dreh- bzw. Frästeile aus dickem Aluminium für das ich keine derart vernünftig geeigneten Bearbeitungsmöglichkeiten habe. Im Prinzip besteht der Umbau aus drei wesentlichen Abschnitten: Adaption Lenkmotor; Motoradaption an Kupplungsglocke und Fahrgestell; Batteriekasten. Alle Umbauarbeiten wurden zunächst nur an dem Ersatzfahrgestell durchgeführt. So bleibt der TrialMog zunächst unberührt, falls sich im Projektverlauf unbedachte Schwierigkeiten ergeben sollten.
Lenkung
Zunächst musste eine ungefähre Position für den Lenkantrieb auf der Lenkspindel festgelegt werden. Zum einen sollte der Lenkantrieb auf Grund seines Gewichtes so tief wie möglich angebracht werden zum anderen darf er aber den Fußraum im Bereich der Pedale nicht einschränken um die Bedienung der Pedale ungehindert zu zulassen. Klar ist, er muss im Fußraum unterhalb des Armaturenbrettes eingesetzt werden. Klar ist auch, dass die Lenkspindel und das Mantelrohr insgesamt gekürzt und in zwei Teilbereiche oberhalb und unterhalb des Lenkantriebes aufgeteilt werden müssen. Aus dem Mantelrohr muss im Prinzip die Höhe des Schneckengetriebes zwischen den Flanschen entfernt werden. Aus der Lenkspindel selbst ist zusätzlich auch noch der Platzbedarf der Schweißadapter heraus zu nehmen. Daher kommt es bei dem ersten Aufschneiden des Mantelrohres und später der Lenkspindel noch nicht so sehr auf das exakte Maß an.
Der Bericht wird noch fortgesetzt |