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Internationale Truck Trial Meisterschaft 2018 - 3. Lauf zur ITTM, Motocrossgelände Straz pod Ralskem, Tschechien

08.06.2018. Für diesen Lauf standen uns erneut keine Beifahrer zur Verfügung. Da aber vermutlich aus der ITTM keine weiteren S1 Teilnehmer kommen und auch bei den bisherigen Läufen der tschechischen Meisterschaft keine S1 Teams angetreten sind, gingen wir davon aus, dass wir auch bei diesem Lauf ein reines Vater-Sohn-Duell austragen. Nach den ITTM Regeln dürfen wir in diesem Falle uns gegenseitig als Beifahrer unterstützen.

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Die Anreise führten wir diesmal gemeinsam durch, weil bei der tschechischen Meisterschaft auch noch eine Abnahme/Anmeldung am Samstagmorgen möglich ist. So fuhren wir gegen 14:00 in Bruchköbel gut gelaunt gen Osten. Aber schon nach weniger als 60km kurz vor der Ausfahrt Steinau an der Straße fuhr uns durch einen lauten Knall ein Schreck in die Glieder. Ein Anhängerreifen war geplatzt. Glücklicherweise verhielt sich das Gespann aber völlig neutral, so dass wir gut auf die Standspur fahren und anhalten konnten. Der Reifen hat sich dabei aber in seine Bestandteile auf gelöst. Geplatzt ist der rechte vordere Reifen des Anhängers, was soweit erst einmal positiv war weil die der Fahrbahn abgewandte Seite. Aber wir hatten kein Ersatzrad. Was nun. Zunächst haben wir dank Internet festgestellt, dass es in Steinau nicht weit entfernt einen Reifenhändler gibt. Ein Anruf dort klärte, dass ein entsprechender Reifen verfügbar ist den wir sofort reservierten. Allerdings kann der Reifenhändler nicht auf die Autobahn fahren, weil er kein entsprechend zugelassenes Pannenfahrzeug hat. Wir mussten also das Rad dort hin schaffen. Nun riefen wir daheim an und konnten organisieren, dass Katharina mit dem PKW kommt und für uns die Botenfahrt macht. Ich wollte nicht den Anhänger auf der Autobahn abkuppeln und später dort wieder rangieren müssen. etwa nach einer dreiviertel Stunde war Katharina vor Ort, wir luden das Rad ein und fuhren zum Reifenhändler. Hier wurde uns schnell geholfen und wir konnten zurück zum Gespann. Dort das Rad mit dem neuen Reifen montiert und erst einmal weiter bis zum nächsten Parkplatz gefahren. Hier haben wir dann nochmals Luftdruck aller Reifen kontrolliert und haben uns dann nach ca. 2,5 Stunden Zeitverlust auf die weitere Reise gemacht. Diese war dann ohne weitere Vorkommnisse, so dass wir nachts gegen 01:30 am Veranstaltungsgelände ankamen. Wir parkten unser Gespann direkt hinter der Einfahrt an der Seite des Hauptweges an einer ebenen Stelle und legten uns schlafen.

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Am nächsten Morgen luden wir den TrialMog ab und meldeten uns an. Wie erwartet war kein weiteres S1 Team gemeldet und wir durften uns gegenseitig als Beifahrer dienen. Als Gruppe starteten wir gemeinsam mit der S2. In Tschechien wird dabei die initiale Startreihenfolge gelost. Ich musste als zweiter ran während Georg als fünfter starten durfte. Die erste Sektion, Sektion 3, lag an einem Hang. Ein und ausfahrt jeweils oben. In der Sektion 4 Tore. Vom Weg her bot sich als erstes ein Schrägtor an welches ich von oben anfuhr. Nachdem die Vorderachse durch das Tor war zog ich gleich nach rechts um die rechte untere Stange zu brechen und den TrialMog wieder gerade zustellen. Aber er begann auf die rechte Seite zu kippen und auch das weitere herabfahren reichte nicht aus um das Umkippen zu verhindern. Wir lagen schon wieder auf der Seite mit einem Rekord, 1.Sektion; 1.Tor. Nach dem Aufrichten des TrialMog merkte ich beim herausfahren aus der Sektion, dass die Lenkunterstützung völlig fehlt, auch jaulte der Keilriemen. dies besserte sich auch nicht auf dem Weg zurück zum Eingangstor. Vermutlich fehlt nur etwas Öl in der Servopumpe aber dies kurzfristig während der Fahrt von zwei Startern festzustellen und zu korrigieren ist nicht möglich. Also beschloss ich mit Georg, dass er rückwärts in die Sektion einfahren und anschließend wieder nach links aufwärts zum Ausgang fahren durfte. So wurde für Georg die Sektion mit weniger Strafpunkten als bei mir gewertet.

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Anschließend meldeten wir uns für die nächste Sektion ab und fuhren zurück ins Fahrerlager. Um Servoöl auf zufüllen mussten erst die Ansaugschläuche von den Vergasern entfernt werden und die Servopumpe gelöst werden. Schnell stellte sich heraus, dass wirklich einiges an Öl fehlt. Nach auffüllen und hin und her lenken funktionierte die Lenkung wieder, also kein größerer Schaden erst einmal.

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Als wir zu der Gruppe zurück fuhren, erfuhren wir, dass zunächst Mittagspause gemacht wird. Wir stellten aber bei dieser kurzen Fahrt ein weiteres eigenartiges Verhalten auf. Wenn ich bremste gab es ab und an einen kleinen Ruck und das Getriebe machte eine eigenartige Kippbewegung, die wir so noch nicht bewusst wahrgenommen haben. Hier war meine Vermutung, dass die hintere Getriebeaufhängung vielleicht beschädigt sein könnte. Wir konnten feststellen dass zwei der drei Befestigungsschrauben tatsächlich lose waren. Also nutzten wir die Mittagspause um dies Schrauben wieder fest zu ziehen. Bei der folgenden Probe war das Eigenartige Verhalten nicht mehr fest zu stellen.

Nach der Mittagspause reihten wir uns dann wieder in die Startergruppe ein und es ging in Sektion 6. Auch diese Sektion wieder am Hanggelegen diesmal mit seitlicher Einfahrt und Ausgang oben. In der Sektion vier Tore davon zwei kipplige Schrägtore. die Sektion war vor unserer Gruppe noch nicht befahren und hatte noch hauptsächlich hohes Gras. Bei der Besichtigung beschlossen wir die Schrägtore weg zu lassen. Vom Umfallen hatten wir erst einmal genug. So fuhren wir beide mehr oder weniger den gleichen Weg mit dem gleichen Resultat durch die verbliebenen unspektakulären Tore.

Anschließend ging es in Sektion 7, in der nun Georg als Erster starten musste. Auch diese Sektion hatte vier Tore. Eines stand vor einem Schlammloch, in das vor uns andere Fahrzeug zwar hinein aber keines aus eigener Kraft wieder hinaus gefahren sind trotz verschiedener Ansätze. Ein weiteres Tor lag auf einem Kamm so, dass es nicht vernünftig und ohne Gefahr des Abrutschens in das Schlammloch zu erreichen war. Diese zwei Tore ließen wir aus. Die beiden anderen Tor, beide aufwärts wollten wir ohne Fahrtrichtungswechsel nur durch Kreise in der Sektion erreichen. Bei dem ersten war dies direkt von der Einfahrt gut möglich. Bei dem zweiten Tor musste ein enger Kreis gedreht werden, der durch einen Hohlweg mit hohen Rändern und tiefen Spurrinnen führte. Georg versuchte den Kreis so groß wie möglich anzulegen und fuhr so mit der rechten Seite auf die hohe Böschung, gleichzeitig kam er dabei mit dem linken Vorderrad in die rechte tiefe Spurrinne. Der TrialMog legte sich bedenklich auf die linke Seite, aber es ging so gerade gut und wir kamen zu dem Tor. Ich zog den Kreis etwas enger brachte dabei den TrialMog weniger in Schräglage aber der Weg zum Tor wurde nun enger. hier hatte ich Glück das gerade im richtigen Moment das Heck etwas herum rutschte bei dem Anstieg zum Tor und wir auch so ohne zusätzliche Richtungswechsel durch das Tor kamen. Wieder erreichten wir genau die gleiche Punktzahl in der Sektion.

Gerade als die Kommissare sich eine neue Sektion abholen wollten begann es leicht zu regnen. so verzögerte sich die Sektion vergabe. Nach ca. 15 min ließ der Regen nach und wir bekamen die Info zu welcher Sektion wir fahren sollten. Auf dem Weg dahin setzte dann aber ein Gewitter mit Starkregen ein. Nach einer kurzen Weile wurde dann der weitere Wettkampf für den Samstagnachmittag abgesagt. der Regen hielt bis ca. 18:15 an und durchweichte das ganze Gelände.

Am Sonntagmorgen wurden wir gebeten, unser Gespann anders zu parken, weil die Einfahrt zu den Besucherparkplätzen dahin wo wir standen verlegt werden sollte. die ursprüngliche Einfahrt war auf Grund des weichen durchwühlten Boden vom Regen des Vorabends für PKW kaum befahrbar. Nachdem ich nun das Gespann schon bewegen sollte wollte ich gleich drehen um abends besser verladen und losfahren zu können. Allerdings kam dabei der Iveco mit der Hinterachse in eine Bodenwelle und zog mit dem langen Überhang den Anhängersporn unter der Kupplung wie einen Anker tief in den Boden. Wir mussten den Anhänger abkuppeln um dann den Iveco mit Hilfe des TrialMog frei zu schleppen. Allerdings konnten wir das Stützrad in der Position nicht herunterkurbeln um so den Anhänger aus der Kupplung zu heben. Daher machten wir dies manuell. Dabei verhob ich mir das Kreuz gerade als der Anhänger aus der Kupplung kam. Der TrialMog hatte keine Schwierigkeiten den Iveco herauszuziehen und den Anhänger konnten wir anschließend von Hand drehen.

Der Wettkampf ging in der bereits für Samstagnachmittag vorgesehenen Sektion 13 weiter. Diese lag wieder an einem Hang diesmal aber im oberen Teil mit Bäumen und Gesträuch bewachsen. Außen herum ging die ursprüngliche Crossstrecke, diese war aber totaler rutschiger Schlamm. Für drei der vier Tore sah es schlecht aus, immer wieder hätte man durch diesen Schlamm aufwärts gemusst und wenn man die Tore nicht schafft war kein Raum für einen Plan B. Ich beschloss daher nur ein Tor zufahren. die Anfahrt war eigentlich nicht Schwierig. Es ging erst über eine Wiese schräg aufwärts und dann zwischen Bäumen hindurch zum Tor. Wir fuhren durch das Tor und dann wollte ich denselben Weg wie herauf rückwärts wieder herunter fahren. Aber das Heck des TrialMog war hinter dem Tor wie befürchtet aus der Spur gerutscht. So musste ich die untere Torstange umfahren und hatte Glück dann das Heck an einem Baum abzustützen. Nun konnten wir an dem Baum entlang rutschen und kamen wieder in Richtung unsrer Spur. Allerdings standen wir nicht im richtigen Winkel und ich musste nochmals vorziehen um anschließend an dem nächsten Baum vorbei zu kommen. Danach ging es rückwärts zum Ausgang. Georg fuhr zunächst genauso, aber er fuhr gleich etwas höher durch das Tor und hatte beim zurücksetzen so nicht die Probleme. Die Torstangen blieben stehen und er fuhr das Tor verkehrt herum. Im Nachhinein die falsche Entscheidung, denn wie wir lernen mussten gibt es bei den Tschechen für das falsche Durchfahren eines Tores dreimal so viel Strafpunkte wie für das Umfahren einer Torstange. Nach dem die Fahrt soweit eigentlich bei Georg gut geklappt hatte und auch die anderen Teams inzwischen teilweise die restlichen Tore gefahren waren, wollte Georg auch ein weiteres Tor versuchen. Hierzu wollte rückwärts an dem Tor vorbei und dann über einen kleinen Wall aus der Crossspur in das Tor. Er versuchte es dreimal aber es gab keine Chance über den Wall zu kommen. Trotz stark nach links eingeschlagenen Vorderrädern marschierte der TrialMog nur geradeaus an dem Wall entlang. So musste Georg den Versuch aufgeben und auch die Sektion mit nur einem gefahrenen Tor verlassen. Diesmal ging die Wertung der Sektion zu meinen Gunsten reicht aber noch nicht um insgesamt vor Georg zu kommen.

Es folgte Sektion 11. Vier Tore davon ein kippliges Schrägtor und zwei Tore vor einem tiefen Wasserloch so gesteckt dass man planen musste welches Tor zuerst gefahren wird und welche Torstange gerissen wird um beide Tore fahren zu können. Vom Eingang ging es erst einen Weg hoch zu dem ersten Tor. Die S2 Fahrzeugen fuhren danach dann schräg mit einer Rechtskurve in den Abhang. Uns erschien dies für unser kippligeres Fahrzeug als keine gute Idee. so zogen wir lieber nach rechts bis zur Bande und dann rückwärts mit überfahren der linken Torstange zurück. Das kipplige Schrägtor ließ ich aus zumal vorher schon ein S2 Fahrzeug sich an der Stelle hat sichern lassen um nicht umzufallen. Ich fuhr dann vorwärts in das erste Tor am Wasserloch, achtete das das linke Vorderrad zunächst innerhalb des Tores fährt und drehte dann scharf nach links um mit dem rechten Vorderrad wiederum frei von der Kante zum Wasserloch zu bleiben. Dies klappte wie geplant. Anschließend drehten wir noch einen Kreis, leider mit zusätzlichen Richtungswechseln weil der Wendekreis zu groß war um zum letzten Tor zu kommen. Hier fuhren wir auch hart am Rand zum Wasserloch aber ohne Berührung durch das Tor. Allerdings musste ich auch hier zur Kenntnis nehmen das das zweite Tor nicht als gefahren galt weil das linke Vorderrad nicht mindestens zur Hälfte an der Torstange vorbei war als die Stange umknickte. Georg war nun gewarnt. Erlegte seinen Weg erst so an wie ich auch. Dann aber versuchte das Schrägtor, welches ich ausgelassen hatte rückwärts zu fahren. Es gelang ihm dabei das Heck nach der Durchfahrt ordentlich herunter zu graben und konnte so das Tor auch wirklich fahren. Die beiden Tore am Wasserloch fuhr er genauso wie ich mit dem Unterschied, dass er peinlich darauf achtete, dass das linke Vorderrad bei dem ersten Tor weit genug in das Tor fuhr. Dadurch ging dies Sektion deutlich zu seinen Gunsten.

Als wir nach der folgenden Mittagspause wieder zu den Sektionen fahren wollten, stellten wir erneut ein komisches ruckeln und klacken fest. Ein Klack ein paar Meter fahren erneut ein Klack. dies erinnerte mich sofort an unseren Differenzialschaden von Oberottendorf letztes Jahr. Bevor nun weiter ins Gelände fuhren versuchten wir die Ursache auf der Wiese zu Ergründen allerdings ohne Erfolg. Nun war die Frage was weiter tun. Hier in Tschechien gab es keinen Bagger oder Kran. Selbst die Zuwege zu den Sektionen waren nur mit richtig Gelände tauglichen Fahrzeugen befahrbar, keines falls mit Iveco und noch weniger mit dem Anhänger. Sollte uns also etwas brechen und blockieren hätten wir ein Riesenproblem den TrialMog wieder aus dem Gelände auf den Anhänger zu bekommen. Auch braut sich erneut ein Gewitter zusammen. So beschlossen wir lieber auf zu hören und den TrialMog zu verladen. Hierfür fuhren wir auch erst einmal den Iveco mit Anhänger aus dem Gelände auf eine fest Straße weil ich nicht glaubte den Anhänger mit TrialMog auf dem weichen Boden ziehen zu können. Somit ging dieser Wettkampf zu Gunsten von Georg und es steht im Vater-Sohn-Duell 58:56.

Die Rückfahrt klappte dann problemlos. Beim Abladen des TrialMog am Montagmorgen hatte ich wieder das Gefühl das etwas jetzt für einen kurzen Moment im Antriebsstrang hackte bevor der TrialMog rückwärts in die Garage fuhr.

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