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Internationale Truck Trial Meisterschaft 2019 - 2. Lauf zur ITTM, Kiesgrube Klieken, Sachsen-Anhalt

Wie bereits beim ersten Lauf sind auch für diesen Lauf nur Georg und ich angereist und wir starten wieder als ein Team mit Wechsel auf dem Fahrerplatz. Diesmal sind wir auch gemeinsam angereist, weil Georg bereit s Mittags freimachen konnte. Wir trafen gegen 21:00 im Fahrerlager ein und konnten beim letzten Tageslicht noch den TrialMog schnell abladen und für den Wettkampf vorbereiten.

Die Wetterprognose war wie eigentlich immer in Klieken gut. Es war zwar noch ein kühler Wind am Samstag morgen aber schon strahlend blauer Himmel. So starteten wir hoch motiviert in den Tag. Dieses mal waren mit uns drei Teams in der Klasse S1 angetreten, der Sieger vom ersten Lauf mit seinem Unimog 404 und sein erfahrener Beifahrer diesmal mit eigenem Team und Unimog 403. Die Startreihenfolge für die 1.Sektion war: der andere 404, wir, dann der 403.

Unsere erste sollten Sektion 5 sein, eine weiträumige Sektion mit 8 Toren in der Sektion auf einen aufgeschütteten Erdhügel mit einigen Wellen und Senken. Die Einfahrt war direkt vor dem Anstieg auf den ca 5-6m hohen Erdhügel. Das Team vor uns hatte hier ein großes Problem. Quasi vom Anfang drehten die Räder durch und wühlten den Untergrund aus einem Erd-Sandgemisch ordentlich durch und arbeiteten tiefe Löcher in den Hang. Sie versuchten es natürlich mehrfach, mal mehr rechts mal mehr links aber sie kamen nicht über die Kante. Schließlich gaben sie auf und verließen die Sektion wieder durch das Eingangstor. Nun hatten wir natürlich das gleiche Problem mit den Löchern. Wir versuchten es mit mir am Steuer gleich im 2. Gang um noch möglichst viel Schwung aufzubauen solange die Hinterachse noch nicht im Hang ist. Wir kamen auch weiter als das Team vor uns, die Vorderräder waren schon knapp auf der oberen Kante, aber dann gruben auch wir uns ein. Wir versuchten über Lenkbewegungen eventuell weiter zu kommen, was zunächst auch etwas funktioniert. Dann aber war Schluss. Wir fuhren etwas zurück um aus den Löchern zu kommen und versuchten dabei die Vorderräder etwas anders zu positionieren. Auch der zweite Versuch scheiterte. Nochmals fuhren wir zurück. Wir wollten nur in Stück weiter zurück aber als Jürgen auf die Bremse trat viel das Bremspedal bis zum Bodenblech durch und der TrialMog rollte ohne Bremswirkung den kurzen Hang hinunter. Dabei fuhren wir auch noch die Bande um. Dies war aber einerlei, denn ohne Bremse konnten wir ohnehin nicht weiterspielen.

IMG_20190518_114147.JPG Nachdem wir wieder auf der Ebene standen konnten wir sehen, dass am rechten Vorderrad die Bremsflüssigkeit ausgetreten ist. Uns blieb jetzt nur abbrechen und zurück ins Fahrerlager zu fahren um den Schaden zu begutachten. Wir hatten schon einmal bei einem Wettkampf eine gerissene Hohlschraube. Beim Wegfahren von der Sektion sahen wir noch dass der 403 es in die Sektion schaffte und so anders als die beiden ersten Teams dort die Tore fahren konnte und deutlich weniger Strafpunkte haben wird. Im Fahrerlager demontierten wir zuerst das rechte Vorderrad um sehen zu können, wo die Bremsflüssigkeit wirklich austritt. Dabei stellte sich heraus, dass es eindeutig nicht aus der Bremstrommel kommt, sondern nur an der Verschraubung der Hohlschraube austritt. Dies bedeutete zumindest, dass der Bremszylinder und die neuen Bremsbeläge wohl noch in Ordnung sind. Als ich den Schraubenschlüssel anstzte um die Hohlschraube zu kontrollieren, merkte ich, dass diese nicht richtig fest war. Entweder ist die Schraube gerissen oder sie hat sich durch die Lenkbewegungen und das Arbeiten der neuen Stahlflex Bremsschläuche gelöst. Ich merkte schnell, dass sich Hohlschraube wieder festziehen lässt. Sie schien also nicht gerissen. Georg setzt sich in den TrialMog und betätigte die Bremse. Es war sofort wieder Bremsdruck da und es trat keine Bremsflüssigkeit aus. Glück gehabt. Aber wie löst sich die Schraube. Die Bremsschläuche sind etwas starrer als die original Bremsschläuche und passen nicht in die ursprüngliche Klemmhalterung. Bei starke Lenkung nach links kann sich ein lösendes Moment auf die Hohlschraube ergeben. Um dies zumindest jetzt zu vermeiden musste etwas improvisiert werden.

IMG_20190518_123113.JPG Eine in der Grabbelkiste gefundener Kabelschuh wurde etwas abgesägt, dass er aufgesteckt auf eine Schraube der Bremszylinderhalterung die Bremsleitung gegen verdrehen sicherte. So konnten wir es wieder versuchen am Wettkampf weiter teilzunehmen. Mittlerweile hatte sich herausgestellt, das die beiden anderen Teams auch technische Schwierigkeiten hatten, beim ersten Team fehlte Kühlwasser und das letzte Team hatte sich in der ersten Sektion eine Reifen aufgeschlitzt. Dadurch war eine Pause eingelegt wurden und wir kamen gerade rechtzeitig zur Besichtigung der zweiten Sektion. Wir haben zwar gegenüber dem jetzt führende 403 Team über 700 Punkte Abstand und auch der andere 404 liegt noch 46 Punkte vor uns, aber wir können wieder mit spielen.

Die nächste Sektion war die relativ kleine Sektion 1. Dies war ebenfalls auf aufgeschütteten Erdhügeln mit dem tückischen Erd-Sandgemisch. $ Tore standen in der Sektion. Wir mussten mit Georg am Steuer zuerst starten. Zunächst ging es an zwei Toren vorbei auf den Kamm des ersten Hügel. Von hier wollten rückwärts durch das erste Tor fahren. Aber das Positionieren des TrialMog funktionierte nicht wie gewollt. Zum einen durften wir nicht zu weit nach vorne , weil wir sonst eventuell rückwärts nicht mehr auf die Kuppe zurückkommen. Aber das Heck stand noch in die falsche Richtung. So mussten wir mehrfach rangieren und hatten Angst wieder wie schon beim letzten Lauf zu viele Richtungswechsel zu machen. Aber diesmal schafften wir es gerade noch einmal ohne die 100 Sonderstrafpunkte. Zum zweiten Tor konnten wir wieder vorwärts fahren und kamen relativ gut hin. Zum dritten Tor mussten wir einmal korrigieren kamen aber auch dort gut durch. Zum vierten Tor mussten wir auf den zweiten Hügel. Der Weg durch die Senke zwischen den Hügeln war kippeliger als erwartet ging aber gut. Rückwärts durch das vierte Tor ging recht gut aber wir kamen nicht wie gewollt direkt rückwärts zum Ausgang sondern mussten nochmals nach vorne. Dann aber gings aus der Sektion. Das 403 Team hatte in dieser Sektion keine Schwierigkeiten aber das andere 404 Team hatte ebenfalls am ersten Tor die selben Schwierigkeiten wie wir. Dabei verbrauchten sie aber deutlich mehr Zeit und so wurden sie nach dem dritten Tor wegen Zeitüberschreitung abgepfiffen. Für uns bedeutete dies natürlich, dass wir jetzt ein kleines Polster gegenüber diesem Team hatten.

Sektion 17 war eine mittelgroße längliche Sektion mit 6 Toren. In der Mitte war ein aufgeworfener Erdwall auf dem drei Tore gesteckt waren. Neben dem Erdwall auf der einen Seite waren matschige Senken bei denen die Tragfähigkeit des Bodens teilweise nicht eindeutig gegeben war. Zwei Tore war in diese Senke gesteckt und das letzte Tor war als Schrägtor wieder an den Erdwall gesetzt. Die Sektion erlaubte es Kreise und achten zu fahren. Der Kurs, den wir uns überlegten, sollte möglichst Richtungswechsel vermeiden. Das Team mit dem 404 schaffte diese 0-Fehlerrunde. Das Team mit dem 404 hat jedoch Schwierigkeiten an dem Ausgangstor, weil hier der 404 seitlich am Hang weg und auf das Ausgangstor rutschte. Wir fuhren zunächst einmal über den Erdwall durch das erste Tor, dann ging es im Bogen durch ein Tor in die erste Senke. Diese war die trockenere von den beiden Senken. Der Boden war weich aber tragfähig und so kamen wir gut hierdurch. Am hinteren Ende querten wir den Erdwall und fuhren anschließend eine acht ebenfalls über den Erdwall um zum dritten Tor auf dem Kamm des Walles zu kommen. Dies klappte recht gut nur bei dem Tor berührten wir ganz leicht mit dem Heck die eine Torstange. Das nächste Tor war links von uns am Ausgang der zweiten weicheren Senke. Hier war es am Besten hinter der Senke schräg über die Böschung zu fahren und das Tor dann schräg zu durchfahren um nicht in dem potentiellen Matsch hängen zu bleiben. So wir aber zu diesem Weg standen war es unmöglich in einer einfachen Linkskurve dort genau hinzu kommen. Wir wären nicht mit dem Heck auf die Böschung gekommen. Nach rechts war aber etwas Platz vor dem nächsten Hang und so drehten wir rechtsherum und konnten mit etwas Ausnutzung des Hanges und der Schwerkraft auch den Kreis ohne Richtungswechsel fahren. Danach erfolgt erneut eine acht über den Erdwall und wir konnten so neben dem letzten Tor die Anfahrt auf das kritische Tor in der senke beginnen und etwas weiter ausholen. Dies klappte wie geplant. Das Tor in der Senke ließ sich besser als erwartet schräg durchfahren und danach ging es direkt zu dem nächsten Tor auf dem Erdwall. Auch dies funktionierte wieder gut. Nun mussten wir nochmals den Erdwall überwinden und konnten das letzte Tor, das Schrägtor anfahren. Dabei war das Tor selbst nicht so wild aber danach mussten wir schräg nach rechts über den Erdwall und genau in dem Weg waren zunächst tiefe Löcher. Und diese Löcher war noch tiefer als bei der Besichtigung. Auf Grund der Neigung konnten wir nicht mit Schwung fahren sondern mussten uns sehr kippelig zunächst vortasten. Als wir dann den Anstieg hochfahren wollten, klappte es nicht. Alle vier Räder drehten durch. Scheinbar steckten wir mit der Stoßstange im Boden fest. Also mussten wir etwas zurück und etwas anders lenken, aber auch der zweite Versuch funktionierte nicht. So hieß es nochmals zurück aber dann kamen wir mühsam frei und konnten den Erdwall erklimmen. Nun ging es zum Ausgang. Auch hier mussten wir schräg auf den Erdwall und dabei zusehen das Heck weit genug auf den Kamm zu bekommen damit wir nicht wie das Team vor uns auf das Ausgangstor rutschen. Auch wir standen dann etwas schräg zur Falllinie und dem Tor aber etwas besser als die anderen und zum Verlassen der Sektion gaben wir jetzt einen Gasstoß um so der Hinterachse gar nicht erst die Zeit zum Wegrutschen zu geben. Wir hatten zwar nicht die erhoffte 0-Fehlerrunde geschafft aber mit 20 Fehlerpunkten waren wir doch zufrieden.

Nun folgte Sektion 9. Diese Sektion war wieder kleiner mit nur 4 Toren. Drei der Tore waren auf zwei mehr sandigen als erdigen Hügeln mit einem Canyon in der Mitte. Ein Tor steckte in dem Canyon als Schrägtor. Die Tore waren so gesteckt, das man mehrfach den Canyon in verschiedenen Richtungen durchfahren musste. Das 404 Team vor uns hatte schon bei der Einfahrt das erste mal auf den Hügel Probleme mit dem sandigen Boden und auch ein Aufwärtstor schafften sie nur mit sehr viel Mühe. Wir wollten mit Georg am Steuer zuerst über den Eingangshügel zum Tor in den Canyon und dieses durchfahren. Dabei wollten ir bewusst die untere linke Stange mit dem Hinterrad überfahren um so den Weg freizuhaben für die weiteren Anfahrten auf die anderen Tore. Schon bei dieser Überfahrt des ersten Hügels hinter dem Eingangstor mussten wir die Differenzialsperren einsetzen. Anders war kein hochkommen bei den Bodenverhältnissen. Aber wir kamen so gut über den Hügel und zu dem Tor im Canyon. Mit der Vorderachse durch und dann leicht nach links um die Stange zu brechen. Doch als wir halb durch das Tor wahren vernahmen wir ein deutliches Zischen entweichender Luft und das Manometer der Druckluft für die Sperren viel rapide. So hatten wir keine Sperren mehr und damit war es aussichtslos noch auf die Hügel zu kommen. Wir konnten nur noch im Canyon weiter fahren und so zumindest noch richtig durch das Ausgangstor aus der Sektion kommen. Dies brachte uns natürlich wieder viele Fehlerpunkte ein. Außerhalb der Sektion sahen wir das nur der Schnellkupplung des Druckluftschlauches vom Kompressor zum Behälter getrennt war und der Schaden war durch einstecken des Schlauches gleich wieder repariert. Offensichtlich hatte sich die überfahrene Torstange sich unglücklich am Fahrzeugrahmen verkantet so dass sie die Kupplung aufgedrückt hatte.

In der Sektion 25 saß ich wieder am Steuer und wir mussten diese Enge Sektion als erste befahren. Diese Sektion war eine spezielle Sektion nur für die Fahrzeugklassen S1 und S2. Entsprechend waren die Tore enger gesteckt. Die Sektion war an einem Hang mit diesmal aber recht griffigem Boden. Die Einfahrt war von oben und es ging zunächst in einem Bogen zu einem ersten Abwärtstor. Wir stellten uns so schräg wie möglich vor das Eingangstor in der Hoffnung so direkt möglichst ohne Richtungswechsel zu dem ersten Abwärtstor zu kommen. Ganz vorsichtig und möglichst langsam tasteten wir uns vor. Wir kamen mit der linken vorderen Ecke so gerade in das Tor wie gehofft und konnten so gut nach unten fahren. Unten zogen wir den TrialMog nach rechts um dann rückwärts zu einem Schrägtor am Hang zu fahren. Hier mussten wir doch noch mal mit Richtungswechseln korrigieren weil das Heck nicht richtig in das Schrägtor fahren wollte, es rutschte bei der Schrägfahrt zu sehr nach unten. Es war zwar geplant die untere Stange weg zunehmen aber die Hinterachse musste zunächst durch. Im zweiten Versuch klappte dies so gerade eben. Dann mussten wir weiter zurück durch einen Busch um zum zweiten Tor in der Senke zu kommen. Der Busch verhinderte völlig die Sicht auf das Tor und so schoben wir uns zunächst blind nach hinten. Aber der Busch selbst ließ sich dabei gut umlegen und wir kamen doch gut zu dem Tor. Dieses war aber so in der Senke, dass es nur erst richtig und dann nochmals verkehrt herum gefahren werden konnte. Es gab zwar hinter dem Tor einen langen steilen Anstieg zu einem weiteren Aufwärtstor am Ende von dem Hang, Aber der Hang war so steil und lang, dass dieser Weg aussichtslos war und wir es genauso wie alle anderen Teams gar nicht versuchten. Stattdessen fuhren wir wider vorwärts und dann rechts den Hang hinauf einen nicht ganz so steilen Weg. Oben platzierten wir uns dann rückwärts vor einem weiteren steilen Abwärtstor und fuhren rückwärts wieder den Hang hinunter. Unten nochmals ein Richtungswechsel und dann vorwärts aus der Sektion heraus.

Die letzte Sektion des ersten Wettkampftages war die benachbarte Sektion 23 ebenfalls an dem Hang. Georg war hier wieder Fahrer. Vom Eingang ging es zunächst einen langen Steilhang hinunter. Unten waren dann vier Tore, ein Schrägtor und zwei Tore eins als aufwärts Tor und eins als Abwärtstor auf halber Höhe des Hanges direkt neben einander. Der Hang oberhalb der beiden Tor war schon sehr durchwühlt mit Löchern und Spuren größerer Fahrzeuge. Der 403 schaffte es hier schräg durch das Aufwärtstor zu fahren und vor das Abwärtstor zu kommen. Aber die Löcher waren so dass dies für unseren längeren Radstand eher nicht funktioniert. Daher beschlossen wir einfach gerade zunächst durch das Aufwärtstor zu fahren und anschließend wieder gerade verkehrt herum zurück und dann ebenso erst verkehrt herum aber gerade durch das Abwärtstor und dann richtig herum zurück. Das erste Tor klappte gut. Bei dem zweiten Tor klappte die Auffahrt auch so wir gerade eben weit genug kamen. Beim zurückfahren kamen wir aber mit dem Heck zu weit nach rechts und wir fuhren fast hinter uns die Torstange von dem letzten Tor der Sektion kaputt. Also mussten wir nochmals aufwärts korrigieren und konnten dann rückwärts halb in das Tor hinter uns waren. Dies musste aber eigentlich in der anderen Richtung durchfahren werden. Also fuhr Georg dann erst einmal wieder Vorwärts und vor das Schrägtor am Hang. Dieses musste dann ebenfalls Rückwärts durchfahren werden. Dadurch war es möglich den Vorderwagen durch das Tor zu fahren und so die untere Stange stehen zu lassen. Nun ging es nur noch an dem zuvor halb durchfahren Tor vorbei und dann von unten richtig herum durch das Tor in einem Bogen zum Ausgangstor. Damit war der erste Wettkampftag beendet. Wir lagen mit ca. 1100 Punkten Abstand hinter dem 403 Team, hatten aber auf der anderen Seite zu dem anderen 404 eine Vorsprung von 280 Punkten.

Am Sonntagmorgen ging es zunächst in Sektion 11, eine kleine Sektion mit nur vier Toren. Diese Sektion war wieder bei den aufgeschütteten Sanderdhügeln. Die Einfahrt in einem Canyon und die ausfahrt ebenfalls durch einen parallelen Canyon auf der anderen Seite. Die vier Tore waren aber mit zwei Aufwärtstoren und zwei Abwärtstoren an den Kanten des rechts vom Eingangscanyon gelegenen Erdhügel. Die einzig sinnvolle Auffahrt zu diesem Hügel war am hinteren Ende des Eingangscanyons. Aber diese Auffahrt war bereits sehr durchwühlt mit tiefen Löchern und sehr losem Untergrund. Das andere 404 Team vor uns versucht hier erfolglos hinauf zu kommen und grub noch weitere Löcher. Sie brachen dann ab überquerten den Erdwall zwischen dem Eingangscanyon und dem Ausgangscanyon und verließen die Sektion ohne Tore in der Sektion gefahren zu sein. Wir fuhren rückwärts in die Sektion um möglichst gut vor die Anstiege zu kommen. Die Begutachtung des Anstiegs zu dem Bereich mit den Toren ergab für uns keine sinnvolle Chance. So beschlossen wir sofort ohne weitere Versuch zum Ausgangscanyon zu fahren und die Sektion zu verlassen. Dies funktioniere auch dann einigermaßen gut.

Nun folgte Sektion 13 bei der Georg wieder fahren durfte und wir als erste starteten. Die Sektion war zwar recht groß und hatte sechs Tore aber von dieses war eins wieder oberhalb eines Canyons mit sehr steilem Anstieg auf bekannt losem Boden. Dieses Tor strichen wir bereits bei der Besichtigung von der Liste, wie auch alle anderen Mitstreiter. Zwei Tore waren auf der oberen großräumige Ebene des vom Ein/Ausgangscanyon linken Hügel. Diese Tore waren recht problemlos anzufahren. Die nächsten zwei Tore waren als Abwärtstor und Aufwärtstor nebeneinander an der Kante zu dem Canyon gesteckt. Wir fuhren rückwärts durch das Abwärtstor und positionierte uns vor das Aufwärtstor, aber auch mit drei Versuchen kamen wir nicht mehr nach oben in dem lockeren Boden. So brachen wir hier ab und fuhren rückwärts Richtung Ausgang. Das letzte verbliebene Tor wäre jetzt ein Schrägaufwärtstor auf halber Höhe gewesen. Dies war aber zum eine recht kippelig und zum anderen auf Grund der Bodenverhältnisse unwahrscheinlich zu passieren. Daher beschlossen wir auch dieses Tor aus zu lassen. Wieder eine Sektion mit vielen Fehlerpunkten, aber den anderen Teams ging es nicht besser.

Weiter ging es zu Sektion 21 einem großen Erdhügel mit recht griffigem Boden. Hier waren 6 Tore in der Sektion von denen eines Schräg an der oberen Kante des Hügels gesteckt war und vor dem Tor tiefe Löcher waren. Dies Tor so schräg zu durchfahren wie es gesteckt war, war mit unseren Autos auf Grund der extremen Kippgefahr bei der man anschließend den Hang hinunterkugelt nicht sinnvoll. Von unten aufwärts fahren war aber auf Grund der gewühlten Löcher nicht machbar. Die anderen Teams sahen dies genauso und so ließen wir alle das Tor aus. Wir fuhren als letzte und es zeigte sich, dass wir alle eine andere Linie mit am Ende vergleichbaren Ergebnissen fuhren. Wir fuhren vom Eingang zunächst vorwärts zu einem Schrägtor und fuhren dies so hoch wir möglich an um nicht mit dem Heck die untere Stange zu brechen, dabei kamen wir so gerade ohne Berührung hindurch. Zu dem nächsten Aufwärtstor mussten wir einmal rangieren anders war es mit unserem Wendekreis nicht möglich. Von dort ging es aber geradewegs zu einem Abwärtstor mit Steilabfahrt. Nun ging es neben dem vierten Tor nach oben und wir wollten anschließend dies ebenfalls leicht schräg an die Kante des Hügels gesteckte Tor rückwärts abwärts durchfahren. Aber hier positionierte ich den TrialMog falsch und musste durch zusätzliche Richtungswechsel nochmals korrigieren. Nun ging es durch das Tor hinab wobei wir die untere Torstange brachen. Nochmals ging es jetzt auf den Hügel und durch das letzte Abwärtstor im Bogen zum Ausgang.

Georg war nun wieder in Sektion 27, einer relativ großen Sektion mit 6 Toren dran. Der Eingang war sehr steil aber griffig, so dass die Einfahrt kein Problem war. Von dort ging es zunächst holperig zu einem leichten Schrägtor abwärts durch eine Senke und auf der anderen Seite in einem Linksbogen wieder aufwärts. Am Ende mussten wir durch zwei Wellen eine Kehrtwendung scharf nach links fahren, aber dabei neigte sich der TrialMog in der zweiten Welle zuweit nach rechts und wir befürchteten nicht direkt in das anschließende Tor zukommen. Also fuhren wir außen herum durch die halbe Sektion um dann in einem großen Kreis besser vor die Kehre mit den Wellen zu kommen. Dies funktioniert nun auch und das Tor konnte wir gut durchfahren werden. Wieder fuhren wir eine Kreis um dann durch die Senke zu einem Schrägtor zu fahren. Hier berührten wir mit hinteren unteren rechten Ecke. Wieder ging es durch die Kehre und diesmal in einer großen Acht nochmals durch die Senke zu einem Aufwärtstor. Ach hier kamen wir problemlos durch. Nun gab es noch ein Tor welches vor einen zerwühlten Hang gesteckt war. Dies wollte Georg vorwärts so schräg wie möglich durchfahren. Um hier hin zukommen wollten Georg wir noch eine große Acht um das Gelände und die Senke fahren. Dabei wollten wir eigentlich ganz außen oben fahren aber wir kamen oberhalb der Senke unglücklich in arge Schräglage nach links. Nach rechts aufwärts war nun nicht mehr möglich aber wir merkten das die Vorderachse bei Lenkbewegung etwas abwärts rutchte. So lenkte Georg hin und her um die Front weiter herum zu bekommen. Dann ab er vorwärts Gas und wir kamen heile in die Senke und auch auf der anderen Seite wieder hinauf. Nun konnten wir das Tor wie gewollt schön schräg anfahren, aber leider rutschte das Heck dabei etwas zu früh nach unten und wir brachen die Stange. Nochmals fuhren wir eine Acht in der Sektion um zu drehen und durch das letzte einfache Tor und den Ausgang. Obwohl auch in dieser Sektion die theoretisch mögliche =-Fehlertour nicht klappte waren wir doch recht zufrieden.

Die vorletzte Sektion war Sektion 19 mit insgesamt 6 Toren. Dabei waren 4 Sondertore die hintereinander von unten einen langen Steilhang aufwärts zu durchfahren waren. Dabei galt an diesen Toren, dass sie nach dem ersten richtigen durchfahren nicht mehr als Tor sondern nur noch als Einzelstangen galten, also so oft wie man wollte in beliebiger Richtung durchfahren werden konnte. Dies war gedacht als Hillclimbing um zu sehen bis zu welchem Tor man aus der unteren Ebene kommt. Wir waren die letzte Gruppe für diese Sektion alle anderen hatten sich hier schon probiert und die Spuren endeten hinter dem zweiten der vier Tore. Am Samstagabend hatte ich beobachtet das der Mercedesvierachser Schwung von außerhalb der Sektion nahm und gerade mal bis zum zweiten Tor kam. Der Boden war weich und sandig. Die Erwartungshaltung entsprechend gering. Wir fuhren zunächst langsam den Steilhang hinunter, der Boden war so weich dass dabei der TrialMog fast nicht ins rollen kam. Unten waren zwei Schrägtore. Das erste wollte ich rückwärts durchfahren um dann den Vorderwagen besser um die untere Stange zu ziehen. Aber beim ersten Versuch rutschte das Heck zu früh nach unten und wir mussten nochmals vor und korrigieren. Danach klappte dies aber nur Berührung der Stange. Dann drehten wir am Ende der Sektion um zu dem zweiten Schrägtor diesmal vorwärts zu kommen. Das Drehen in einem Zug klappte aber das Heck kam anschließend nicht weit genug nach oben und so überfuhren wir bei dem Tor mit der Hinterachse die untere Torstange. Nun wollte ich mich vor den Toren zum Hillclimbing positionieren. Direkt aus dem letzten Tor hätte man es versuchen können aber dabei keinen Schwung aufbauen können, daher zog ich es vor zunächst nochmals zurück zu fahren um möglichst viel Schwung zu nehmen. Dabei mussten wir aber auf die untere Torstange vom ersten Tor achten weil wir diese ja nur berührt hatten. Ich legte den zweiten Gang ein, gab Vollgas. Wir kamen gut vorwärts aber wir kamen nur bis zum zweiten Tor. Sofort hielt ich an und fuhr zurück, jegliches Graben würde einen weiteren Versuch zu nicht machen. Jetzt setzten wir ein gutes Stück weiter zurück als beim ersten Versuch. Ich legte nun den dritten Gang ein. Hier war Schwung nun gefragt. Mit getretenen Kupplung drehte ich den Motor hoch und erst sehr spät ließ ich die Kupplung schnell kommen. Im ersten Moment drehten alle vier Räder kurz durch und dann schoss der TrialMog für Trialerverhältnisse nach vorn durch das erste Tor weiter den Hang hinauf durch das zweite Tor und noch ein gutes Stück weiter. Wir jubelten wir sind bis ans Ende der Spur gekommen. Keiner vor uns war weiter. Da nun aber die Spur nicht direkt zum dritten Tor ging und hiervor ein große Spurrille war, war eine weiterer Versuch sinnlos und wir verließen rückwärts die Sektion. Bei der Auswertung später zeigt sich, dass wohl nur insgesamt zwei Fahrzeuge über alle Startergruppen dieses zweite Tor beim Hillclimbing geschafft haben.

Die letzte Sektion 15 war wieder eine geräumige Sektion mit 6 Toren. Dabei war ein Tor hinter einem undefiniert tiefen Matschloch aus dem sich vorher schon viele Fahrzeuge haben bergen lassen. Dieses Tor ließen wir alle aus. Die anderen Tore konnten in mehreren Kreis und einer Acht gut durchfahren werden. Auch der Ausgang über einen sandigen Hügel klappte für uns ohne Probleme so dass wir hier nur die Punkte für das ausgelassene Tor kassierten.

Am Ende hatten wir unseren zweiten Platz behalten und in der Meisterschaft liegen wir nungemeinsam mit dem anderen 404 Team auf Platz 1. Trotz der technischen Defekte in der ersten und dritten Sektion haben wir diesmal Glück gehabt.

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