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Internationale Truck Trial Meisterschaft 2022 - 1.Lauf Steinbruch Friedrichswalde-Ottendorf, Sachsen

Endlich ist es wieder soweit, die neuen Truck-Trial Saison beginnt. Am frühen Freitagnachmittag machten Georg und ich uns auf den Weg gen Steinbruch Friedrichswalde-Ottendorf bei Pirna. Auf Grund der doch deutlich gestiegenen Dieselpreise hatten wir beschlossen gemeinsam nur mit dem Gespann zu fahren. Bei der ITTM können wir die Fahrzeugabnahme ja noch am Samstagmorgen machen, so dass wir ohne Eile die Anreise gestalten konnten.

In Gera verließen wir kurz die Autobahn um kurz etwas zu Abend essen. Anschließend fuhren wir noch zu der benachbarten Tankstelle. wie üblich bei allen Pausen, schaute ich auch nach dem Anhänger und dort viel mir am rechten Hinterrad an der inneren Reifenflanke ein Schatten auf. Ein Abtasten brachte die Erkenntnis, das der Reifen kaputt ist. Also hieß es, das Gespann an der Seite parken und Rad wechseln. Schnell war der Wagenheber unter dem Anhänger und das Rad abgeschraubt. Nun zeigte sich das Grauen. Die Lauffläche war auf einer Länge von ca. 20cm gerissen und das Geflecht kam heraus. Durch diesen kapitalen Schaden alarmiert kontrollierten wir auch die anderen Reifen des Anhängers genau und mussten feststellen das bei einem weiteren Reifen ebenfalls auf der inneren Flanke bereits Risse waren. Damit war unsre Anreise hier und sofort beendet. Es war bereits 20:00 Uhr, da hat kein Reifenhändler mehr geöffnet.

Die Ursache für die Reifenschäden ist nicht ganz klar, vermutlich aber doch zu geringer Luftdruck. Wie immer hatte ich vor Abfahrt die Reifen kontrolliert und den Luftdruck auf gute 6 Bar Sollwert an einer LKW Luftdrucksäule eines Autohofs eingestellt. Aber bei der Kontrolle jetzt an der Tankstelle zeigten alle vier Anhängerreifen nur noch einen Druck von 5 Bar obwohl die Reifen jetzt wärmer waren. Allerdings eben ganz gleichmäßig alle vier. Dass alle Reifen genau gleichviel Luft verlieren ist doch eher unwahrscheinlich, also war vermutlich das Geräte an dem Autohof mit falscher Anzeige defekt.

Für uns bedeutet dies aber, dass alle Reifen vermutlich gestresst wurden. Ich wollte daher möglichst alle Reifen gleich tauschen wenn der Reifenhändler genug hat. Am Abend suchten wir schon die Adressen der nächstliegenden Reifenhändler heraus.

Am Samstagmorgen war nun frühes Aufstehen angesagt um gleich um 08:00 zu den Reifenhändlern zu kommen. Vorteil hier, das es frische Brötchen und Kaffee von der Tanke gab. Die Ernüchterung kam dann am Morgen. Die benötigte Reifengröße gab es bei den Händlern direkt nicht. Aber die hilfsbereite Werkstatt suchte nun überall im Umland nach einem Händler, der unsere Reifengröße am Lager hat. Fündig wurde man in Erfurt. Also hängten wir den Anhänger ab und fuhren zurück nach Erfurt und holten dort gleich vier neue Reifen. In der Zwischenzeit entfernte die Werkstatt in Gera bereits die Altreifen. Um 10:40 waren wir mit den neuen Reifen aus Erfurt zurück und um kurz nach 11:00 war der Anhänger wieder fertig und wir konnten endlich das letzte Drittel der Anfahrt zum Trucktrial angehen.

Angekommen am Trucktrialgelände sind wir um 13:20. Jetzt schnell den E-TrialMog abladen und Wettkampffähig machen und dann ab ins Gelände zu unserer Startgruppe. Die Fahrzeugabnahme wurde dann gleich dort Vorort noch durchgeführt.

Wir hatten bereits drei Sektionen verpasst und somit bereits 2050 Minuspunkte gesammelt. Das Fahren in der vierten Saison hat auch begonnen, so dass wir uns die Sektion nur von außen anschauen konnten. Aber wir durften Starten. Zunächst ging es von der Einfahrt durch eine Bodensenke nach rechts zu einer steilen Abfahrt auf die ca. 8-10m tiefer liegende Ebene unten musste gedreht werden um dann wieder Aufwärts durch ein Tor oben am Steilhang zu fahren. Der Boden war hier sehr griffig, so dass wir ohne Probleme hinaufkamen. Auch konnten wir dann ob nach rechts wieder gut drehen um zu dem nächsten Abwärtstor zu kommen. Mit der Haltekraft des E-Motors ging es ganz langsam und sehr kontrolliert hinunter. Unten dann direkt zu einem weiteren Tor in der Ebene und nach einer Drehung nochmals durch ein Tor am Steilhang hinauf Richtung Ausgang. Es klappte alles sehr gut und so fuhren wir mit 0 Fehlerpunkten aus unserer ersten Sektion.

Weiter ging es nun in eine Sektion mit drei Level am Steilhang. Teilweise war der Boden griffig bewachsen aber auch an zwei Anstiegen eher loses Material. Bei der Einfahrt in die Sektion hatte ich nicht bemerkt, dass ich im dritten statt im ersten Gang fuhr und so ging es den ersten Steilhang nur halb hinauf bis ich meinen Fehler realisierte. Also dort im Hang anhalten, und im Stand in den ersten Gang schalten. Dann bei gut 80% Steigung am Hang anfahren. Dank E-Motor einfacher als gedacht. Der E-TrialMog rollte nicht wie früher zurück sondern fuhr einfach weiter hoch. Oben mussten wir dann rechtsherum vor ein Schrägtor drehen. Hier kamen wir leider nicht ganz herum und mussten einmal zurücksetzen. Auch fuhren wir das Schrägtor nicht so hoch wie eigentlich nötig an weil mir das zu kippelig erschien. Wir fuhren wieder einmal lieber sicher nur mit der Vorderachse gerade in das Tor und dann mit stark nach rechts eingeschlagenen Rädern das Tor als Dreibein und kassierten die Punkte für eine gebrochene Stange. Weiter ging es nun durch ein Tor auf die unterste Ebene und dann in einem Kreis über zwei Ebenen durch ein weiteres Tor. Danach in einem rechten Halbkreis über sogar alle drei Ebenen zum Ausgang.

Als letztes ging es am Samstagabend in eine sehr interessante kleine Sektion in der vier Tore gesteckt waren. aber die Sektion war so klein und die Tore so gesteckt, dass man nirgends selbst mit einem kleinen Unimog direkt in einem Zug Wenden konnte. Und natürlich waren die Tore so gesteckt das man möglichst nicht direkt hinkam. Hier galt es also einen Weg mit möglichst wenig Richtungswechseln zu finden. Das schöne war hier, dass alle fünf Teams unserer Startergruppe einen anderen Weg probierten. Jeder hatte eine andere Idee. Wir fuhren zunächst aus dem Eingang direkt zu einem ersten Schrägtor und dann an dem zweiten Tor vorbei, denn dieses musste von der anderen Seite angefahren werden. Also ging es dann Rückwärts zurück durch das Tor und dann wieder zwischen den letzten beiden Toren hin durch um dann wieder Vorwärts in einem Bogen durch das dritte Tor. Wir hatten gehofft dann direkt in das letzte Tor zu kommen, aber wir kamen nicht weit genug herum und mussten nochmals zurück und korrigieren. Nach dem letzten Tor war direkt rechts aber in ordentlicher Schräglage das Ausgangstor. Kurz Überlegten wir, ob wir es direkt anfahren können. Aber der Boden war an der Stelle nicht so griffig und wir würden über die Vorderräder seitlich wegrutschen. Dann aber würden wir nicht ins Tor kommen. Daher beschlossen wir dann doch erst nach links zu fahren und dann mit mäßiger Schräglage wieder rückwärts aus dem Ausgang zu fahren. Damit hatten wir 5 Richtungswechsel. Die in unserm Plan angestrebten lediglich 2 Richtungswechsel konnten wir leider nicht realisieren. Aber nur ein anderes Team schaffte es hier mit weniger Richtungswechseln.

Am Samstagabend konnten wir erst ein bisschen für uns grillen und versammelten uns dann zu einer urigen Jahreshauptversammlung des Vereins rund um ein großes Lagerfeuer auf der Sohle des Steinbruchs.

Am Sonntagmorgen ging es für uns zunächst in die Sektion 1, die wir in noch guter Erinnerung aus dem Jahr 2019 hatten. Hier waren wir in einem Schlammloch versunken und mussten mit dem Bagger ausgeflogen werden. Doch diesmal war hier kein Schlammloch mehr. Dafür war aber dort ein Tor sehr Schräg an den Hang gesetzt. Die anderen Tore waren nicht so kritisch, aber bei diesem sahen wir gleich vor nur gerade mit der Vorderachse in das Tor zu fahren und dann wieder nach rechts unten die untere Stange zu brechen und so den sicheren Weg zu wählen. Bei uns ist der Schwerpunkt ja vermutlich durch den E-Umbau und die hochliegenden Akkus nach oben gewandert. Unser Weg funktionierte wie geplant und wir kamen mit eben den 20 Punkten für eine gebrochene Stange aus der Sektion. Die anderen versuchten hier anders zu fahren. Entweder versuchten sie mehr in die Schräglage zu gehen oder gar das Tor von oben quer anzufahren. Auch versuchten sie sich Rückwärts durch zu graben. Aber das Ergebnis war immer das Gleiche, die untere Stange wurde gebrochen. Ein Team mit dem konkurrierenden 404 kippte sogar um, weil es eben doch zu schräg wurde. Letztlich hatten wir in dieser Sektion mit dem geplanten Brechen der Stange dann tatsächlich die wenigsten Fehlerpunkte.

Nun ging es wieder in eine Sektion benachbart zu der Sektion, in der wir am Samstag begonnen hatte. Es ging erst mäßig Steil etwa 10m nach unten. Unten konnten die Tore in mehreren Kreisen und Achten alle direkt angefahren werden. 0 Fehler wären möglich, wenn nicht zwei der Tore wieder als Schrägtore in den Hang gesteckt wären. Bei einem der Tore nahmen wir wieder in gewohnter Weise die untere Stange mit. Diese 20 Punkte waren von uns geplant. Bei dem anderen Tor sah es besser aus aber der E-TrialMog rutschte doch mit dem letzten Ende des Hecks auf die untere Stange und wir berührten hier. Dafür klappte dann die steile Auffahrt zum Ausgang erstaunlich gut. Die anderen Teams trauten sich alle mehr an der Schrägen und so kam ein Team mit den möglichen 0 Punkten durch den Kurs und die anderen nur mit Berühren der unteren Stange.

Gegen Mittag ging es nun in eine Sektion, die einer Mondlandschaft glich. Ich glaube es gab keine Stelle an der der E-TrialMog hätte ohne Verschränkung stehen können. Auch war die Sektion klein, so dass keine Kreise gefahren werden konnten. Es ging also wieder darum einen Weg mit möglichst wenig Richtungswechseln zu finden. Das erste Tor über einen Hügel konnte direkt vom Eingang angefahren werden. Danach manövrierten wir uns so vor das zweite Tor, dass wir hier gut rückwärts durch kamen. Von dort ging es wieder vorwärts durch das dritte Tor und wir hofften direkt nach links in das letzte Tor zu kommen. Aber wie alle vor uns auf unterschiedlichen Wegen schafften auch wir dies nicht direkt. wir benötigten nochmals Richtungswechsel. Aber nach dem Tor kamen wir dann gut herum, dass wir ohne weitere Richtungswechsel zum Ausgang gelangten. Wenn alles gut gegangen wäre, wären nur zwei Richtungswechsel nach unserem Plan nötig wir machten vier. Aber diesmal schaffte es auch kein anderes Team mit weniger Richtungswechseln.

Die letzte Sektion des Wettkampfes war eine Strecke an einem durch die anderen Startergruppen mit größeren Fahrzeugen schon ordentlich zerwühlten Steilhang. Drei Tore unter dem Hang, eines davon ein Schrägtor, ein Abwärtstor an der Oberkante des Hanges, ein Tor auf der oberen ebene und ein Aufwärtstor in der Mitte des Steilhanges. Die unteren Tore waren recht gut zu fahren. Diesmal auch das Schrägtor bei dem wir nur die untere Stange berührten. Ob das Aufwärtstor zu schaffen war, war nicht klar weil dahinter tiefe Löcher waren. Daher planten wir zunächst an anderer Stelle hochzufahren um das Tor oben auf der Fläche und das Abwärtstor auf jeden Fall zu fahren. Hier kamen wir auch gut hoch und es lief alles nach Plan. Zum Schluss schickten wir uns an das Aufwärtstor zu fahren. Die anderen vor uns hatten es teilweise mit viel Krawall und mehreren Versuchen geschafft. Wir fuhren ohne viel Schwung im 1.Gang in den Hang aber als wir etwa halb durch das Tor waren begannen die Räder heftig durch zu drehen und es ging nicht weiter. Also noch einmal zurück und jetzt im 2.Gang geringfügig schneller aber mit weniger Drehmoment an den Rädern. So kamen wir deutlich durch das Tor leider aber nicht bis nach ganz oben. Wir mussten als jetzt nochmals zurück und dabei falsch herum durch das Tor. So kostete uns dieses letzte Tor alleine 32 Punkte.

Wir waren sehr zufrieden, wenn man von dem unnötigen Reifenschaden bei der Anreise absieht. der E-TrialMog hat sich im Vergleich wieder gut geschlagen den wenn man nur die Sektion vergleicht, an denen wir mit gespielt haben, dann hatten wir nur 25 Punkte Rückstand auf das führende Team. Das letzte Tor hat es entschieden.

Trotz des langen und steilen Weg vom Fahrerlager zu den Sektionen haben wir nur etwa 1/3 unserer Batteriekapazität benötigt. Gut es fehlen drei Sektion und eine Fahrt vom Fahrerlager am Samstag. Aber selbst das wäre ohne Schwierigkeiten gegangen.

Die Heimfahrt nach dem Aufladen verlief wieder gewohnt problemlos so dass wir gegen Mitternacht wieder daheim waren.

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